Herr Dressler spricht zunächst über seinen erfolgreichen Werdegang nach dem Hauptschulabschluss. Er lässt es aber auch nicht unerwähnt, dass Eishockey ihn früher mehr interessierte als Schule, Lernen und Hausaufgaben.

Irgendwann während seiner Berufswahlphase hat eine Anzeige zum Bilanzbuchhalter sein Interesse geweckt. Er hat sich beworben und die Ausbildung bekommen, zufällig war diese in einem Autohaus.

Er illustriert, dass damals wie heute Auszubildende im Automobilbereich gesucht werden. Allerdings gibt es im Unterschied zu damals höhere Anforderungen und ein wesentlich höheres Arbeitstempo. Schmunzelnd erklärt er, dass früher das Telefon das einzige High-Tech Gerät war. Nach seiner Ausbildung hatte Arno Dressler den Wunsch Autoverkäufer zu werden und hat sich diesen Wunsch verwirklicht.

Dieses neue Tätigkeitsfeld hat ihm so viel Spaß gemacht, dass der Wunsch nach Selbstständigkeit in ihm gewachsen ist. Mit 28 Jahren wurde Herr Dressler Prokurist und 1990 hat er die Grundstücke für sein eigenes Unternehmen bekommen. Eigentlich wollte er für sein Autohaus nur 3 000 qm erwerben, musste aber dann eine Parzelle mit 27 000 qm für 2,5 Mio. DM nehmen. Dieses unternehmerische Risiko ist er für seinen Traum gerne eingegangen.

Auch seine Tochter Birgit Dressler erzählt, dass sie nach der Realschule eine Ausbildung als Automobilkauffrau gemacht hat. Seit 2011 ist sie in der Geschäftsführung tätig. Sie wusste früher auch nicht, was sie werden wollte und erzählt über den abwechslungsreichen Tagesablauf in einem Autohaus.

Auf Karten sollten die Schüler ihre Vorkenntnisse zum Autohaus Dressler notieren. Dabei wurde schnell klar, dass das Unternehmen auch bei den Neuntklässlern einen hohen Bekanntheitsgrad hat.

Bei der nachfolgenden Fragerunde interessierten sich die Schüler besonders für die Verkaufszahlen des Autohauses. Im ersten Jahr seiner Selbstständigkeit hat Herr Dressler mit 10 Mitarbeitern 150 Autos pro Jahr verkauft. Mittlerweile hat er 40 Mitarbeiter, die 1 000 Autos im Jahr verkaufen. Dies entspricht einer Autoschlange von Barbing nach Obertraubling. Derzeit bearbeitet das Autohaus jährlich 12 000 Reparaturaufträge. Damit das Autohaus nach dem Neubau weiterhin wachsen wird, setzt sich die Familie ehrgeizige Ziele. Dabei steht immer ihre betriebsinterne Firmenphilosophie im Vordergrund: "Erfolg stellt sich ein, wenn man mehr tut als nötig und das immer."

Der Film der Kfz-Innung "Lary und die Autowerkstatt" verdeutlichet den Schülern auf eine lustige Art Berufe im Automobilbereich. Jeder 7. Arbeitsplatz in Deutschland hängt von der Automobilwirtschaft ab, so unterstreicht Herr Dressler die enorme Bedeutung der Automobilindustrie.

Auch in einem kaufmännischen Beruf im Autohaus ist man viel in Bewegung und sitzt nicht nur den ganzen Tag am Schreibtisch. In einem Autohaus gibt es viele kleine Zahnräder, die ineinandergreifen, damit das Autohaus ihr wichtigstes Ziel, die Kundenzufriedenheit, erfüllen kann.

Schüleraussagen zur Unterrichtseinheit:

Jonas Wich: "Interessant waren vor allem die Verdienst- und Entwicklungsmöglichkeiten in einem Autohaus."

Lisa-Marie Kobler: "Ich könnte mir gut vorstellen, im Servicebereich zu arbeiten, da ich sehr gerne mit Menschen arbeite und Abwechslung liebe."

Stephanie Schneidt-Schindler