Am Donnerstag, den 20.02.2020 besuchte ein Mitgründer von Hans Brainfood die Klasse 7 b des Wirtschaftszweiges.

Die Schülerinnen und Schüler erwarben vorab theoretisches Wissen zum Thema Unternehmensgründung und den damit verbundenen Businessplan. Auch wurden die verschiedenen Werkstoffe behandelt. Um einen Realitätsbezug herzustellen, eignet sich ein erst kürzlich gegründetes Unternehmen am besten. Da es sich bei Hans Brainfood zudem um ein regionales Startup handelt, fiel die Entscheidung schnell.

Es war allerdings gar nicht so einfach einen Termin für dieses Expertengespräch zu finden. Für Startups sind Messen und verschiedene Kongresse extrem wichtig, umso mehr freute es uns, als doch noch ein geeigneter Tag für den Schulbesuch eines Mitgründers von Hans Brainfood gefunden werden konnte.

Mit der Klasse wurde in der Vorstunde bereits die Internetseite des Startups besprochen. Hans Brainfood stellt Energieriegel aus Hanfsamen her. So war es kaum verwunderlich, dass den Schülerinnen und Schülern folgende Frage unter den Nägeln brannte:

Werden wir heute high?

Gleich nach der Begrüßung des Mitgründers Herrn Graf musste diese Frage geklärt werden.

Mit einem Lächeln im Gesicht klärte er die Schülerinnen und Schüler auf: Im verwendeten, speziell gezüchteten Nutzhanf sind keine Cannabinoide, also THC, enthalten, weshalb anhand der Riegel niemand high werden wird.

In einem interaktiven Gespräch wurden die verschiedenen Businessplanpunkte von Hans Brainfood genauer betrachtet.

Die Geschäftsidee war und ist immer noch einen Energieriegel herzustellen, der gut fürs Gehirn ist, denn 20 % der Körperenergie würde für das Gehirn verwendet. Dieser Riegel soll keine Nebenstoffe enthalten, trotzdem gut schmecken und gut für die Ernährung sein. Aus diesem Grund fiel 2016 die Wahl auf Hanfsamen, diese enthalten 20-25 % Proteine. Der Hanfriegel Original enthält nur Hanfsamen und Honig als Zutaten und sonst nichts. Bei den Rohstoffen (Zutaten) wird zudem auf Regionalität geachtet.

Die beiden Gründer lernten sich 2016 auf einem Startup-Workshop für Unternehmensgründer kennen. Einer der beiden studierte BWL und der andere im Bereich Land- und Ernährungswirtschaft. Sie ergänzten ihr Team relativ schnell um eine weitere Person, die sich um designtechnische Dinge kümmert.

Beim Unternehmensnamen sollte etwas Bodenständiges her, das etwas mit Hanf zu tun hat. Im Namen sollte das Wort Hanf aber nicht direkt vorkommen, um potentielle Kunden nicht gleich abzuschrecken. Sie entschieden sich für Hans, einem bayerischen Namen, der sich zudem aus Hanf und Samen zusammensetzt.

Als Unternehmensgründer darf man sich nicht nur auf die Chancen seiner Geschäftsidee stürzen, sondern auch die Risiken sind zu bedenken. Es ist nie sichergestellt ob das Produkt auch bei den Käufern so gut ankommt, wie geplant ist.

Die Schülerinnen und Schüler waren besonders an der Finanzierung von Hans Brainfood interessiert. Herr Graf hatte Teile des Finanzplans aus dem Businessplan dabei. So konnten die Jugendlichen feststellen, dass so eine Unternehmensgründung nicht ohne ist und am Anfang Schulden gemacht werden. Diese Schulden hat Hans Brainfood mit einem Bankkredit gestemmt. Dieser Kredit wurde ihnen aber nur gewährt, weil sie einen gut aufgestellten und aktuellen Businessplan vorweisen konnten.

 

Leider konnten in den zwei Schulstunden nicht alle Fragen der Schülerinnen und Schüler geklärt werden, die Zeit war einfach zu knapp.

Trotzdem haben sie viele wertvolle Informationen aus diesem Expertengespräch mitgenommen und nicht nur einen Energieriegel von Hans Brainfood. 

 

 

 

 

 

 

 

Birgit Bräu