Ehemaliger Schüler der Realschule Obertraubling als ehrenamtlicher Helfer im Ankerzentrum

 

Im November 2020 haben zum zweiten Mal die SMV, das Projektteam „Mit und für geflüchtete Menschen“ und die Gruppe „Schule ohne Rassismus - Schule für Courage zu einer Spende für die geflüchteten Menschen, die sich im Erstaufnahmelager („ANKER-Zentrum“) in Regensburg aufhalten, aufgerufen.

Der Erfolg war in diesem Jahr besonders überwältigend. Viele Schülerinnen und Schüler und zahlreiche Eltern zeigten viel Herz und es kam ein großer Berg an Paketen, Schultaschen und Kinderwägen zusammen, der am 10.12. übergeben werden konnte.

  

Der Erfolg war in diesem Jahr besonders überwältigend. Viele Schülerinnen und Schüler und zahlreiche Eltern zeigten viel Herz und es kam ein großer Berg an Paketen, Schultaschen und Kinderwägen zusammen, der am 10.12. übergeben werden konnte.

Im Ankerzentrum konnten wir zu unserer Freude einen ehemaligen Schüler von uns begrüßen. Er arbeitet dort seit fünf Jahren, neben seinem Studium für Sozialpädagogik, mit den Kindern und hilft überall, wo es nötig ist. Das ist das beste, was man sich als Schulleiterin wünschen kann. Junge Menschen zu motivieren, dass sie dort helfen, wo die Not groß ist. Voller Stolz präsentierten die kleinen Flüchtlingskinder ihre ersten eigenen Schultaschen und Stifte, die sie bekommen, wenn sie angekommen sind. Sogar in der Freizeit tragen sie diese und warten auf ihren Lehrer, unseren ehemaligen Schüler, und die Betreuerinnen, die von der Regierung und der Caritas eingestellt sind.

Gerade jetzt in diesen schwierigen Zeiten wollen wir dazu beitragen, dass diese Kinder und Erwachsenen nicht vergessen werden, dass sie ein Recht auf menschliche und faire Behandlung haben.

 

Text und Bild: M. Müller-Sperl, Realschuldirektorin

Luisa Meier aus der Klasse 6 a gewinnt den Vorlesewettbewerb 2020!

Auch diesem Jahr wollten wir natürlich nicht darauf verzichten, unsere Lesesieger aus den vier sechsten Klassen zum Vorlesewettbewerb einzuladen. Der alljährlich bundesweit ausgeschriebene Wettbewerb der „Stiftung Lesen“ und des „Börsenvereins des Deutschen Buchhandels“ ist an unserer Schule seit vielen Jahren ein schönes Ereignis in der Vorweihnachtszeit.

Die acht „Lesekönige“ konnten zwar nicht in der weihnachtlich geschmückten Aula vorlesen, doch freuten sie sich darauf, im für den Wettbewerb eingerichteten „Tonstudio“ in der Schülerlesebücherei aus ihren Büchern vorzulesen. Kai Lobensteiner aus der 9 a wartete dort zusammen mit Frau Hammerl darauf, die Vorleser mit der Kamera auf Videos aufzunehmen.

Simone Kreppmaier und Luisa Meier (beide aus der 6 a), Mate Pazmandi und Konstantin Jobst (beide aus der 6 b), Louisa Furchert und Luis Hanwalter (beide aus der 6 c) sowie Jonathan Hanseder und Tamina Strohmeier (beide aus der 6 d) hatten kaum Lampenfieber und meisterten ihre Aufgabe souverän.

Jeder Leser sollte zunächst einen Ausschnitt aus einem von ihm frei gewählten Buch vorlesen. Die Schülerinnen und Schüler hatten sich für Geschichten aus den Büchern „Die fabelhafte Miss Braitwhistle“, „The school for good and evil“, „Dork diaries“, „Dusty ist der Beste“, „Die drei!!! - 1, 2, 3 – Abenteuer“, „Abenteuer in der Megaworld“, „Wir retten die Welt“ und „Die bronzene Beute“ entschieden. In der zweiten Runde wurden die Bedingungen schwieriger: Aufgabe war es, aus dem den Schülern nicht bekannten Buch „Wunder“ (von Raquel J. Palacio) vorzulesen.

Eine erwartungsvolle Jury, bestehend aus den Schülern der fünften und sechsten Klassen und ihren Lehrern wartete am Tag darauf in den Klassenzimmern auf die Wiedergabe des geschnittenen Videos, um die Lesekönigin oder den Lesekönig an der Realschule zu finden.

Schließlich stand fest, dass es allen voran Luisa Maier gelungen war, die Zuhörer in ihren Bann zu ziehen, was ihr den ersten Platz einbrachte. Sie verwies damit Simone Kreppmaier und Tamina Strohmeier auf die Plätze 2 und 3.
Am Ende konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmern bei der Siegerehrung über Urkunden und Preise freuen.

Herzlichen Glückwunsch an Luisa, die uns bei der nächsten Runde als Schulsiegerin vertreten wird, und ein großes Dankeschön an alle Leser!

Alexandra Hammerl

  

 

 

 

Vier Schülerinnen der Realschule Obertraubling riefen im letzten Schuljahr zu einer Spende für die Tafel in Neutraubling auf. Es kamen 630 Euro zusammen.

Am 15.10.2020 klappte es nun endlich mit einem Besuch vor Ort. Mit einer großen Tüte Süßigkeiten in der Hand, die sie mit ihrem Taschengeld finanziert hatten, machten sich die vier Schülerinnen Clara Kallhammer, Nicole Girschick, Loana Schönfeld und Alina Ulrich zusammen mit der Schulleiterin Monika Müller- Sperl auf den Weg. Dort erfuhren sie Einiges über Tafeln in Deutschland und speziell in Neutraubling. Sie konnten den ehrenamtlichen Helfern über die Schulter blicken und gewannen so einen Einblick in die Arbeit.

  

 

 

 

 

Realschule Obertraubling Arbeitsgemeinschaft

mit und für geflüchtete Menschen

 

Am Montag, den 01.10.2020 fand in der Aula der Realschule Obertraubling die Verleihung durch Herrn Bezirkstagspräsidenten Franz Löffler statt. Unter den Augen von Herrn Richard Gaßner, Bezirksrat und Kulturreferent, Frau Tanja Schweiger, Landrätin, Herrn Rudolf Graß, Bürgermeister Obertraubling, Frau Mathilde Eichhammer, Ministerialbeauftragte für die Realschulen in der Oberpfalz, Herrn Philipp Seitz, 1. Vorsitzender Bezirksjugendring und Herrn Florian Schwemin, stellvertretender Bezirksheimatpfleger, wurde das Projekt vorgestellt. Besonders beeindruckend waren die Äußerungen der Schülerinnen und Schüler, die erzählten, wie es ihnen während der verschiedenen Aktionen ging und was sie für Erfahrungen mitgenommen haben.

Anschließend hielt Herr Bezirkstagspräsident Löffler eine sehr ergreifende und tiefgründige Rede, in der er das Einzigartige dieses Projektes herausstellte: die Schüler lernen nicht in theoretischen Unterrichtsstunden etwas über geflüchtete Menschen, sondern sie begegnen den Kindern und erfahren etwas über die Lebenswelten und Sorgen der Kinder und Jugendlichen nach einer Flucht von diesen selber. Jemand, der noch nie mit einem geflüchteten Menschen gesprochen hat und seine Lebensverhältnisse gesehen hat, kann nicht beurteilen, wie es diesen Menschen geht und was sie empfinden.

Nach der Laudatio wurden die Urkunde und ein Preisgeld an die Schülerinnen und Schüler überreicht.

 

 

Projektbeschreibung

Grundlage des mehrjährigen und andauernden Projekts „Mit und für geflüchtete Menschen“ in Kooperation mit dem AnKER-Zentrum Regensburg, dem Evangelischen Bildungswerk Regensburg, der Bürgerinitiative ASYL Regensburg sowie des UE-Theaters Regensburg ist zum einen die Sichtbarmachung der Schicksale, Hintergründe, Sorgen und Nöte von Flüchtlingen sowie die Erkenntnis für die Schülerinnen und Schüler, dass es ein Spannungsfeld zwischen EU-weitem und grundgesetzlichem Rahmen sowie dessen Ausgestaltung in der Realität gibt.

Zum anderen sollen die Schülerinnen und Schüler (und auch die Lehrkräfte) durch Kennenlernen der Lebensbedingungen von geflüchteten Menschen und persönliche Kontakte - gerade von Kindern mit Kindern - Empathie zu den geflüchteten Menschen aufbauen dürfen. So werden Vorurteile und Berührungsängste abgebaut und Unvoreingenommenheit, Mut und Zivilcourage beim Umgang mit und der Integration von geflüchteten Menschen bei den Schülerinnen und Schülern gefördert.

Dies erreichen wir, indem wir in schulinternen Projekten (im Unterricht, am Nachmittag in Arbeitsgemeinschaften, an Projekttagen) vor allem koordiniert von den Fachschaften Religion und Ethik, der SMV sowie der Projektgruppe „Mit und für geflüchtete Menschen“ auf die oben genannten Aspekte eingehen und somit die Kinder mit der Thematik vertraut machen. Die Schülerinnen und Schüler nehmen z. B. sehr aktiv eigene Videos und Explainities auf, zu denen sie selbst die Drehbücher schreiben, das Material erstellen und in die Rolle der Schauspieler schlüpfen.

  

Bei Besuchen im AnKER-Zentrum Regensburg können die Schülerinnen und Schüler das Umfeld der geflüchteten Menschen und auch der Menschen, die diese betreuen, wahrnehmen und auf sich wirken lassen. Die Übergabe von Spenden und das Kennenlernen der Kinderbetreuungseinrichtung im AnKER-Zentrum und deren Mitarbeiterinnen bauen weiter Hemmschwellen ab.

Höhepunkte sind die Besuche von geflüchteten Kindern in unserer Schule. Beim gemeinsamen Backen oder Töpfern spüren die Schülerinnen und Schüler die Dankbarkeit und Freude der Kinder, in der Schule Gast sein zu dürfen und in einer gemeinsamen Aktion mit deutschen Kindern etwas zuzubereiten oder herzustellen.

 

 

 

 v.l.n.r. Schulleiterin Monika Müller-Sperl, Karl Artinger (ausführende Firma), Karthrin Geigenberger (Lehrerin), Referent Harald Hillebrand, Landrätin Tanja Schweiger und Susanne Krause (Lehrerin). (Foto: Stefan Lex)

 

27.04.2020 Die naturnahe Aufwertung der Pausenhöfe an der Realschule Obertraubling wurde in der letzten Phase nun aufgrund der Corona-Pandemie ohne die aktive Beteiligung der Schüler fertig gestellt. Landrätin Tanja Schweiger überzeugte sich vor Ort von den mit der Schulfamilie geplanten Arbeiten.

Der Referent der Landrätin, Harald Hillebrand, erläuterte, dass bei der Umsetzung Wert auf Biodiversität und Artenvielfalt gelegt wurde und gleichzeitig ein Schul-Nutz- und Erlebnisgarten entstehen konnte. Damit soll eine Brücke zwischen Ökologie, Naturschutz, Handwerk, Bürgerbeteiligung und Pädagogik gebaut werden. Es gebe nun ausreichend Sitzgelegenheiten, durch die mit den Schülern und Bürgermeistern aufgebauten und selbst designten Liegedecks. Zudem wurden Sitzmöbel errichtet und Hängematten montiert.

Farblich abgestimmte Sitzmöbel dienen als grünes Klassenzimmer, welches von einem Sonnensegel überspannt wird. Eine künstlerisch mit Glasbrocken gestaltete Gabionenwand schützt vor fremden Blicken und Lärm. Die errichteten Tore ermöglichen, ebenso wie die bereits vorhandenen Tischtennisplatten und auch die neu errichtete Kletterwand, den Bewegungsdrang zu stillen. Lediglich der Ballfangzaun konnte noch nicht erstellt werden, weil der Zaunbauer aufgrund der Corona-Pandemie die Arbeiten eingestellt hat.

Drei Großbäume und über 500 Sträucher und Stauden wurden gepflanzt. Mit Nuss- und Obstbäumen, Beerensträuchern und heimischen Blütensträuchern wurde dafür gesorgt, dass Schüler und Insekten voll auf ihre Kosten kommen. Auf über 40 Metern Trockenmauern wachsen heimische Kräuter und Gartenkräuter wie Thymian, Oregano, Schnittlauch, Salbei oder Lavendel. Der südlichste Pflanzhügel wurde als „Fruchthügel“ mit Johannisbeeren, Blaubeeren, Felsenbirnen, Nussbaum und Kräutern gestaltet. Ein weiterer Hügel dient als „Nusshügel“ mit reiner Haselnusspflanzung und ein wenig Unterpflanzung. Ein „Blumenwiesenhügel“ wurde mit einer Linde bepflanzt und die nördlichste Erhebung dient als „Strauchhügel“ der Raumbildung und zum Verstecken. Die Schülerinnen und Schüler stellen noch ein großes Insektenhotel in der Nähe der Kompostplätze auf und auch ein Bienenstock soll noch auf der Ostseite des Gebäudes aufgestellt werden.

Direktorin Monika Müller-Sperl freute sich: „Der Pausenhof ist ein Lichtblick in der jetzigen Zeit“. Sie bedankte sich bei allen Aktiven. Auch Landrätin Tanja Schweiger zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ergebnis und bedankte sich bei Karl Artinger, dem Chef der gleichnamigen Garten- und Landschaftsbaufirma für den reibungslosen Ablauf und die Einhaltung der Kosten. Zudem dankte Sie allen Beteiligten, da das ganze Konzept nur durch die konstruktive und enge Zusammenarbeit aller Mitwirkenden in einer positiven Atmosphäre gelingen konnte.